Aktuelle Studien bestätigen, dass die regelmäßige Nutzung von Solarien, insbesondere in jungen Jahren, das Hautkrebsrisiko deutlich erhöht. Die in Solarien verwendete ultraviolette Strahlung dringt in die tieferen Hautschichten ein und kann irreversible Veränderungen auf Zellebene verursachen.
UVA-Strahlen stellen eine besondere Gefahr dar. Diese langwelligen Strahlen dringen tief in die Dermis ein und schädigen die Basalschicht der Haut, in der sich die für die Hauterneuerung verantwortlichen Zellen befinden. Unter dem Einfluss von UVA verändert sich die Zellstruktur allmählich, wodurch die Wahrscheinlichkeit einer malignen Transformation und Tumorbildung steigt.
UVB-Strahlen hingegen, die eine kürzere Wellenlänge aufweisen und etwa 10 % der ultravioletten Strahlung der Sonne ausmachen, dringen in die oberflächlichen Hautschichten ein. Obwohl auch sie Sonnenbrand und DNA-Schäden verursachen können, ist ihre Wirkung auf die tieferen Hautschichten deutlich geringer als die von UVA.
In einem Experiment setzten Wissenschaftler die Haut von Freiwilligen beiden Strahlungsarten aus und stellten fest, dass UVA die größten Schäden verursachte, DNA-Veränderungen hervorrief und das Krebsrisiko erhöhte. Diese Ergebnisse bestätigen einen direkten Zusammenhang zwischen Solarien und Hautkrebs.
Als Reaktion auf diese Forschungsergebnisse haben viele europäische Länder die Nutzung von Solarien für Jugendliche unter 18 Jahren eingeschränkt. Ziel dieser Maßnahmen ist es, eine frühzeitige Exposition gegenüber ultravioletter Strahlung zu verhindern und das langfristige Krebsrisiko zu senken.
Experten empfehlen, die Sonnenexposition zu begrenzen, Sonnenschutzmittel zu verwenden und Solarien ganz zu meiden, insbesondere für Teenager. Eine gute Hautpflege und vorbeugende Maßnahmen können dazu beitragen, das Risiko schwerwiegender Gesundheitsprobleme in der Zukunft zu verringern.

